{"id":948,"date":"2015-07-03T15:25:13","date_gmt":"2015-07-03T13:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/technet.cloud4you.biz\/?p=948"},"modified":"2015-07-03T15:25:13","modified_gmt":"2015-07-03T13:25:13","slug":"hyper-v-shared-nothing-live-migration-zwischen-clustern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technet.cloud4you.biz\/en\/hyper-v-shared-nothing-live-migration-zwischen-clustern\/","title":{"rendered":"Hyper-V: Shared Nothing Live Migration zwischen Clustern"},"content":{"rendered":"<p>Shared Nothing Live Migration ist nun bereits seit der Servergeneration 2012 fest integriert und wurde nun auch bei uns im Rahmen von diversen Clusteraktualisierungen zu einem echten Thema. Wie das Ganze funktioniert, werden wir hier im Detail nicht mehr erl\u00e4utern. Nur soviel sei dazu gesagt: W\u00e4hrend die urspr\u00fcngliche Live-Migration einen gemeinsam genutzten Storagepool voraussetzt, wird bei der Shared Nothing Live Migration (kurz: VSM) der tats\u00e4chliche Speicherort der VM so lange f\u00fcr den Zielhost freigegeben, bis dieser alle ben\u00f6tigten Dateien in den f\u00fcr ihn vorgesehenen Storagepool verschoben hat. Anschlie\u00dfend wird die Freigabe geschlossen, die VM l\u00e4uft mit max. 2 verlorenen Pings weiter und die Migration ist erfolgreich beendet.<\/p>\n<p>Wie Sie sich vielleicht vorstellen k\u00f6nnen, bedeutet dieser ver\u00e4nderte Zugriff der Hosts aufeinander logischerweise mehr Konfigurationsaufwand. Vorallem dann, wenn man nicht wie von Microsoft vorgesehen jeden Cluster in die selbe Domain schiebt, sondern f\u00fcr jeden Cluster eine eigene Domain hat. Wir werden Ihnen hier schrittweise aufzeigen, wie wir vorgegangen sind, um dennoch die VSM-Migration zu erm\u00f6glichen. Dabei wird auch Bezug auf die Migration \u00fcber den System Center Virtual Machine Manager genommen, da wir diesen zur Verwaltung unserer Cluster verwenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schritt 1 &#8211; Trusts soweit das Auge reicht<\/strong><\/span><br \/>\nAls erstes sorgten wir daf\u00fcr, dass sich s\u00e4mtliche Clusterdomains in einer Vertrauensstellung zueinander befanden. Hierzu wurde immer ein Two-Way-Forest-Trust verwendet. Mehr gibt es an dieser Stelle eigentlich nicht zu sagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schritt 2 &#8211; Pro Domain eine Gruppenrichtlinie<\/strong><\/span><br \/>\nNun machen wir pro Clusterdom\u00e4ne eine Gruppenrichtlinie, die daf\u00fcr sorgt, dass die Administratoren und Hosts aus den anderen Clusterdom\u00e4nen Vollzugriff auf die Hosts der Clusterdomain haben:<\/p>\n<figure id=\"attachment_949\" aria-describedby=\"caption-attachment-949\" style=\"width: 705px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/technet.cloud4you.biz\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/GPO.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-949\" src=\"https:\/\/technet.cloud4you.biz\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/GPO.png\" alt=\"Beispiel-GPO\" width=\"705\" height=\"617\" srcset=\"https:\/\/technet.cloud4you.biz\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/GPO.png 705w, https:\/\/technet.cloud4you.biz\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/GPO-300x263.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 705px) 100vw, 705px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-949\" class=\"wp-caption-text\">Beispiel-GPO<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schritt 3 &#8211; Portfreigabe<\/strong><\/span><br \/>\nDamit die Migration durchgef\u00fchrt werden kann, m\u00fcssen diverse Portfreigaben gesetzt werden. Zus\u00e4tzlich zu den gew\u00f6hnlichen LDAP-Ports usw. gesellt sich hier der Port TCP 6600. Ohne den geht gar nichts. Hier w\u00e4re es am Besten, einfach das Firewall-Monitoring zu \u00f6ffnen um zu schauen, was noch zwischen den Clustern geblockt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schritt 4 &#8211; Kerberos<\/strong><\/span><br \/>\nNun wird es spannend, denn hier m\u00fcssen wir von jeder Empfehlung abweichen auf Grund unserer Multi-Domain-Struktur. Wir klicken also im ersten Cluster im Domain Controller auf &#8220;Active Directory User and Computers&#8221; und suchen die Maschinen-Accounts unserer Hosts. Wir picken uns den ersten Host heraus, \u00f6ffnen dessen Properties und klicken auf den Tab &#8220;Delegation&#8221;. Hier m\u00fcssten wir <em>eigentlich<\/em> alle Hosts einzeln f\u00fcr die ben\u00f6tigten Services auf dem Host berechtigen. Unser einziges Problem: Wir k\u00f6nnen hier keine Hosts aus Vertrauensstellungen ausw\u00e4hlen. Stattdessen setzen wir also unseren Haken bei &#8220;Trust this Computer for Delegation to any service (Kerberos only)&#8221;. Da dies ein St\u00fcck weit auch die Tore \u00f6ffnet, ist es umso wichtiger, die Firewall in Schritt 3 sorgf\u00e4ltig zu konfigurieren. Diese Aktion ist f\u00fcr jeden Host in jedem Cluster zu wiederholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schritt 5 &#8211;\u00a0Hyper-V Einstellungen setzen<\/strong><\/span><br \/>\nNun muss man noch auf jedem einzelnen Hyper-V-Host die generellen Einstellungen anpassen. Dazu \u00f6ffnen wir den Hyper-V Manager, klicken auf Hyper-V Settings und w\u00e4hlen dann links die Option &#8220;Live Migrations&#8221;. Folgende Einstellungen m\u00fcssen gesetzt werden:<\/p>\n<p>[x] Enable incoming and outgoing live migrations<br \/>\n[x] Use any available network for live migration (kann auch ge\u00e4ndert werden)<\/p>\n<p>-&gt; Links die Option Live Migrations \u00fcber das + erweitern und auch noch folgende Einstellungen setzen:<\/p>\n<p>[x] Use Kerberos<br \/>\n[x] TCP\/IP oder Compression (das eine belastet das Netzwerk l\u00e4nger, das andere daf\u00fcr die CPU mehr)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schritt 6 &#8211; Netzwerke publizieren (Nur beim VMM)<\/strong><\/span><br \/>\nIdealerweise haben Sie die Netze schon immer \u00fcber den VMM gepflegt, ansonsten wird es hier nochmal sehr trocken. Sobald Sie alle Cluster im VMM integriert haben, sollten Sie die Netzwerke anlegen. Ich kann hier nur jedem ans Herz legen, es vern\u00fcnftig zu machen, sprich ein Netz pro VLAN. Dies h\u00e4ngt ganz einfach mit den Erweiterungsm\u00f6glichkeiten des VMM zusammen, wie z.B. dem App Controller, bei welchem Sie den Usern Clouds zuordnen k\u00f6nnen (Ja, geht auch ohne, aber hier machts auch Sinn). Den Clouds k\u00f6nnen Sie verf\u00fcgbare Netze zuweisen, nicht jedoch nur einzelne VLANs aus einem Netz. Nachdem Sie jedes Netz angelegt und die Haken gesetzt haben, f\u00fcr welche Hosts diese Netze verf\u00fcgbar sein sollen, m\u00fcssen Sie nun nochmal bei jedem Host im VMM in die Eigenschaften reingehen. Unter dem Punkt Hardware weisen Sie nun den entsprechenden Netzwerkkarten die verf\u00fcgbaren VLANs zu. Dies ist leider unumg\u00e4nglich um VMs mit Netzwerkkarten von A nach B umziehen zu k\u00f6nnen. Man kann es sich leichter machen mit sogenannten Port-Profiles, danach am Besten einfach mal googlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach diesen Schritten sollte der Live-Migration nichts mehr im Wege stehen. Viel Spa\u00df!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shared Nothing Live Migration ist nun bereits seit der Servergeneration 2012 fest integriert und wurde nun auch bei uns im Rahmen von diversen Clusteraktualisierungen zu einem echten Thema. Wie das Ganze funktioniert, werden wir hier im Detail nicht mehr erl\u00e4utern. 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